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INTRA MUROS
entstanden in der Zeit von Mai bis Juli 2007,
12 Grafiken, davon ein Titelblatt und zuzüglich noch ein Textblatt
Auflage: 100 Stück - Noch Exemplare verfügbar.
Zu bestellen unter Shop.

INTRA MUROS
incurred during the period May-July 2007,
12 graphics, including a title page, plus a lyric sheet
Edition of 100 pieces - still copies available.
Order under shop.

1. Titelblatt - Stimulation 2. Der Optimismus träumt

3. Das Festmahl zwischen Gut und Böse 4. Unser Tanz

5. Der Spaziergang im Stillstand 6. Das Fenster ohne Scheiben

7. Nüchtern, Schüchtern, Lüstern. 8. Dinge die passieren, Dinge die wachsen.

9. Der unsichtbare Weg des Affektes 10. Manuela B.

11. Obst und Gemüse ernähren 12. Sommer am Meer

Introspektion, intramolekulär, intransitiv und letztendlich intra muros. Es bedeutet nicht öffentlich, hinter den Mauern
gelegen. Also Gedanken. Menschen, Tiere, Sensationen oder Gefühle im privaten versteckt. All diesen Geheimnissen wird
nun die Lampe ins Gesicht gesetzt. Unter vier Augen, also ein paar Augen des Künstlers und ein paar Augen des
Betrachters, lässt man seine Gedanken in der Diskretion, über das entre nous der bilder wehen. Dabei werden besonders
zwischenmenschliche Internitäten mit jedem Strich herbei thematisiert. Alles ist an diesen Bildern konfidenziell. Wie
verhalten sich Mann und Frau gegenüber im guten wie im schlechten? Wie verhält sich der Mensch sich selbst gegenüber,
also sprich gegenüber der Natur? Ein te^te - a´- te^te in schwarz und weiß. Geheime Fenster, mysteriöuse Türen, Wesen
die es gibt und die es vielleicht mal geben könnte, in uns. Landschaften, fester Bestandteil jeder Seele und Portraits. Ich
habe mit allem das ausprobieren ausprobiert.
16.07.2007. 11:40 Uhr. 09 Sekunden. Klippen, Sonne, Sand, Strand, Meer, Wellen, Ostsee, Märchen-Wald, Stein-
Schlucht, umschlungen,alte Bäume, Meeresrauschen, Baumrauschen, früher Weg, Algen, Quallen, Wind, Donnerkeile,
Seeigel, Bernsteine, Kreide-Küste, Insel Vilm, Insel Rügen, Insel Hiddensee, Strandimpressionen, Kap Arkona, Peilturm,
Schinkelturm, Gellort, FKK, Windschutz, Zelt, Bierkästen, Teelichter, Camping, Nacktschnecken, Grillen, Kiefer – und
Birkenwald, Möwen, Möwen kreischen, Blau, Hellblau, Dunkelblau, Gelb, Sonnenuntergänge, Sonnenaufgänge, Mücken,
Gewitter, Regen, Blitze, Donner, Dünen, Trinkspiele, Wäscheleine, Wäscheklammern, Wasser holen gehen, Abwasch
machen gehen, zur Toilette gehen, Duschen gehen, Digital Kamera, Schmetterlinge, Walkmen hören, Sonnenbrille,
Fische, Graben um Zelt, Kienäpfel, Schiffe und Segelboote, Boje, Meeresboden, Über-Zelt, Grillanzünder, Holzkohle,
Fahrräder 20.07.2007. 13:25 Uhr. 05 Sekunden. Kreidefelsen, Stubbenkammer, viel Licht, heller Sand, helles Wasser,
heller Himmel, Segelboote, Königsstuhl, Steine, Felsen, warmer Strandsand, Möwen kreischen, Fähre, Sonnenbrille,
Badehose, Beach-Ball, Blaue Scheune, Karusel, Seebernstein im Seetank, Ananassaft mit Cocosgeschmack und Blue
Curacao, Muscheln in weiß und schwarz und manchmal in rosa, Aquarellfarben, Musik, Sonnencreme, Sapaziergang
in der Nacht, Boje, Frachter, Jacht, Ruderboot, Flunder, Matjes, Fischbrötchen, Hafen, Hitze, Mond und Sonne zugleich
am Himmel, Tanker, Fischerboote, Pferdekutschen, Strandtuch, Badekappe, Sanddorngewächs, Sandburg, Seevögel,
Moosskorpion eingeschlossen im Bernstein, Treibgut, Vogelinsel, Bodden, Halbinsel, Jacht „Refugium N“, Rettungsring,
Bucht. Wenn man nicht hört, hört man woanders hin. Der Himmel so blau, wie das Meer. Mit seinen Wolken, so weiß wie
die Wellen.
Mit seinen fliegenden Fischen und tauchenden Vögeln. Mit seinen Seesternen und seinen Regenfluß. Spiegelt sich der
weite Himmel doch im Ozean wieder. Badet man im Meer, taucht man zur Hälfte im Himmel. Getrennt sind die beiden nur
von der dünnen Linie des Horizontes. Ist das eine, die Wüste des Wassers, so ist das andere, die Wüste der Luft. Wo
führen beide hin? So ohne Anfang und ohne Ende. Wo kamen beide her? So ohne oben und unten? Vereinigen sich beide
doch in Wasserblasen, nur für kurze Zeit, aber immer wieder aufs Neue.
Eiskugeln auf gebräunter Haut, Strandsand überall. Musik in den Ohren, FKK in den Augen, Salz in der Nase, Meerwasser
im Mund, einen Schwimmring in der Hand, eine Qualle am Fuß, Sonnencreme in der anderen Hand, eine Schwimmflosse
am anderen Fuß und vergänglich viel Sonne im Gesicht. Der Morgen ist der Abend und das Meer ist der Strand. Die Boje
wippt im Takt, der Strandkorb ist der Königsstuhl und man wirft den Ball um die Sonne zu fangen. Lachen, Kreischen,
Rufen, Träumen, Sonnenschirme anstatt Regenschirme.
Kaltes Wasser, das einen wärmt, wenn man sich an das wellige, treibende Nass gewöhnt hat. Frieren, Wasser schlucken,
Steine am Boden, Sand unter den Füßen und dabei hin und hergewirbelt werden. Beim Gewitter betrunken baden und
gegen den Grill am Strand stolpern. Der Strand brennt, so heiß ist der Sand, vom Sonnenbrand. Der Beach-Ball treibt
davon. Die Lachmöwe ist dazu deppressiv. Das Gummiboot ist die kleine Jacht, die aufgrund dessen auf Grund läuft und
auf den Wellen auch manchmal schwimmt. Ferien im Juli und guter Wetterbericht. Das sogenannte Bernstein-Bier
vergräbt man im Sand, um es frisch zu halten. Oben ohne, machen Leute Kopfstand im Wasser. Ohne Sonnenbrille
sieht man schwarz.
Erst vom Wasser bekleidet, trägt man nun Sandkörner. Eingebuddelte Menschen, vergrabene Schätze im Meer und dazu
eine Muschel. Das ist das Fertiggericht auf den Inseln, im Traumschiff und im Picknick-Korb jedes Sonnenkönigs. Die
Musik wird immer langsamer, die Blicke schleppen sich durch den Raum und gleichzeitig fallen alle Worte aus dem Bild.
Sven Bremer, Strand, Insel Rügen, 20. Juli 2007, Donnerstag.
(Auszug, Textblatt zu "Intra Muros", 2007)
(Excerpt, lyric sheet for "Intra Muros", 2007)
Copyright aller hier dargestellten Zeichnungen liegt bei Sven Bremer. Die Zeichnungen sind mit einem Wasserzeichen
geschützt und es ist nicht erlaubt sie in irgendeiner Form zu kopieren, zu verbreiten oder zu veröffentlichen!
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